Zahnsanierung
Abgenutzte Zähne wiederaufbauen und die Bisshöhe dauerhaft stabilisieren — mit modernen Keramikrestaurationen.
Wer nachts mit den Zähnen knirscht oder presst, verliert im Laufe der Jahre erheblich Zahnsubstanz. Die Zähne wirken kürzer, die Biss- und Kieferhöhe nimmt ab, Empfindlichkeiten entstehen. Dieses sogenannte Abrasionsgebiss lässt sich heute mit modernen Methoden gezielt sanieren — wir stellen die verlorene Bisshöhe wieder her und schützen Ihre Zähne langfristig vor weiterem Substanzverlust.
Durch starkes Beanspruchen der Zähne — meist durch nächtliches Knirschen (Bruxismus) oder Pressen — werden die Kauflächen (Okklusalflächen) der Zähne abgerieben. Dies führt zu einer Bisssenkung: Die Zahnhöhe nimmt ab, die Kiefergelenke werden in ihrer Position verändert.
Viele Patienten bemerken zunächst, dass ihre Frontzähne mit den Jahren immer kürzer werden. Die Zähne wirken abgenutzt und flach, Empfindlichkeiten gegenüber Kälte, Wärme oder Säure treten auf. Wenn Front- und Seitenzähne gleichermaßen betroffen sind, spricht man von einem vollständigen Abrasionsgebiss.
Häufige Begleiterscheinungen sind Kiefergelenkbeschwerden, Kopf- und Nackenschmerzen sowie ein allgemeines Gefühl von Erschöpfung des Kauapparats. Je früher das Problem erkannt wird, desto weniger aufwändig ist die Behandlung.
Wichtig ist, nicht nur die Zähne zu reparieren, sondern auch die Ursache zu behandeln — sonst beginnt der Kreislauf von vorn.
Die Therapie richtet sich nach dem Schweregrad des Abrasionsgebisses. Ziel ist es, den weiteren Verlust zu stoppen und die verlorene Zahnsubstanz wiederherzustellen.
Leichte Abrasionen (z. B. nur Frontzähne): Hier können Veneers oder Teilkronen die Frontzähne ästhetisch und funktional aufbauen, ohne das gesamte Gebiss umzustellen.
Ausgeprägte Bisssenkung: Wenn die Bisshöhe insgesamt zu stark abgenommen hat, ist ein Gesamtaufbau des Abrasionsgebisses notwendig. Dies geschieht in mehreren Phasen:
Parallel zur Abrasionsgebiss-Sanierung empfehlen wir eine individuelle Knirschschiene für die Nacht. Sie schützt die neuen Restaurationen und verhindert weiteren Substanzverlust. Ergänzend kann eine professionelle Zahnreinigung regelmäßig den Zustand der Restaurationen und der Mundgesundheit sichern.
Nach einer Abrasionsgebiss-Sanierung sind regelmäßige Kontrolltermine besonders wichtig. Wir überprüfen die neue Bisslage, den Zustand der Restaurationen und ob das Knirschen unter Kontrolle ist.
Tragen Sie Ihre Knirschschiene konsequent. Auch wenn die Zähne schöner und stabiler sind als vorher — ohne Schutz kann ein Rückfall die aufwändige Arbeit gefährden.
Achten Sie auf eine sanfte Zahnputztechnik und meiden Sie stark säurehaltige Getränke, um die neuen Restaurationen zu schonen. Unser Team berät Sie gerne zu einer langfristigen Prophylaxestrategie — auch im Rahmen der professionellen Zahnreinigung.
Die Kosten einer Abrasionsgebiss-Sanierung hängen vom Umfang des Abrasionsgebisses und der gewählten Versorgungsart ab. Da es sich in den meisten Fällen um eine funktionell-rehabilitative Behandlung handelt, übernehmen gesetzliche Krankenkassen in der Regel einen Befundorientierten Festzuschuss (BEF) für Kronen und Inlays — der Eigenanteil richtet sich nach dem gewählten Material und der Qualität der Versorgung.
Gesetzliche Krankenkassen übernehmen einen Festzuschuss pro Zahn (je nach Befund). Hochwertige Keramikversorgungen liegen über dem Kassenstandard — der Mehraufwand wird privat abgerechnet. Ein detaillierter Heil- und Kostenplan (HKP) gibt Ihnen volle Kostentransparenz vor der Behandlung.
Privatversicherungen erstatten funktionelle Sanierungen in der Regel vollständig oder zu einem hohen Anteil — abhängig von Tarif und Versicherungsgrad. Wir erstellen Ihnen auf Wunsch einen detaillierten Kostenvoranschlag zur Einreichung bei Ihrer Versicherung.
Wir legen großen Wert auf Kostentransparenz. Vor jeder Behandlung erhalten Sie einen schriftlichen Heil- und Kostenplan. In unserem Erstgespräch erläutern wir Ihnen alle Optionen und die jeweiligen Kosten — ohne versteckte Posten.
Typische Gesamtkosten für eine vollständige Abrasionsgebiss-Sanierung (beide Kiefer) bewegen sich je nach Umfang und Materialwahl im mittleren vierstelligen Bereich. Eine frühzeitige Behandlung spart dabei oft erhebliche Folgekosten.
Eine umfassende Abrasionsgebiss-Sanierung erstreckt sich üblicherweise über mehrere Monate — manchmal auch über ein Jahr. Der Grund: Die neue Bisshöhe muss zunächst über Langzeitprovisorien erprobt und stabilisiert werden, bevor die definitiven Keramikrestaurationen eingegliedert werden. Diese schrittweise Vorgehensweise schützt Ihren Körper vor einer Überforderung des Kauapparats.
Nein, die Behandlung wird unter lokaler Betäubung durchgeführt und ist weitgehend schmerzfrei. Viele Patienten berichten, dass sie nach der Anpassung der Bisshöhe eine deutliche Entlastung im Kiefergelenk und weniger Verspannungen spüren. Empfindlichkeiten nach dem Einschleifen von Zähnen sind kurzzeitig möglich, klingen aber in der Regel schnell ab.
Ja — die Knirschschiene ist ein dauerhafter Bestandteil des Therapieerfolgs. Sie schützt Ihre neuen Restaurationen vor weiterem Abrieb und verhindert, dass das Abrasionsgebiss erneut entsteht. Moderne Schienen sind dünn, komfortabel und kaum spürbar. Viele Patienten gewöhnen sich innerhalb weniger Nächte daran.
Bruxismus ist häufig stressbedingt und tritt unbewusst im Schlaf auf — es lässt sich daher kaum durch bloßen Willen kontrollieren. Stressmanagement, Entspannungsübungen und in manchen Fällen physiotherapeutische Begleitung können helfen. Die Knirschschiene schützt die Zähne unabhängig davon und ist der zuverlässigste Schutz.
Hochwertige Vollkeramikrestaurationen können bei korrekter Pflege und regelmäßiger Kontrolle 15–20 Jahre oder länger halten. Entscheidend sind: konsequentes Tragen der Knirschschiene, gute Mundhygiene, regelmäßige Prophylaxe und die Vermeidung von Säure. Wir begleiten Sie langfristig mit halbjährlichen Kontrollterminen.
Vereinbaren Sie jetzt Ihr Beratungsgespräch zur Abrasionsgebiss-Sanierung. Wir analysieren Ihre Situation und entwickeln einen individuellen Plan.
Jetzt Beratungstermin vereinbaren